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Zeichenwettbewerb

Foto: Posselt/Bürgerschaftskanzlei

 

 

 

 

 

 

 

Mit den Rädern auf Verfolgungsjagd, in Kommissar Bredekes Büro, auf Opa Josts Hausboot,
bei Ausschusssitzungen im Hamburger Rathaus, unterwegs auf Hinterhöfen und Fabrikgeländen...

Wenn die Alster-Detektive ermitteln, hast du Bilder im Kopf. Du stellst dir die Szenen genau vor – die Personen und Tiere, das Wetter, die Gegend, die Tageszeit.

 

Bis zum 2. März hattet ihr die Möglichkeit an unserem Zeichenwettbewerb teilzunehmen und eine Szene aus der Hörspielreihe „Die Alster-Detektive“ zu zeichnen und sie uns zu zuschicken. Mitmachen konnten dabei alle zwischen 7 und 15 Jahren.

Und ihr habt euch fleißig beteiligt! 606 Kinder haben uns Bilder geschickt, auf denen ganz viele unterschiedliche Ideen zu sehen sind – von ganz spannend bis zu unglaublich witzig.
Gar nicht so leicht also für die Jury, die sich im Rathaus zusammengesetzt hat und die schwierige Aufgabe hatte, die besten Bilder auszusuchen.

Zur Jury gehörten:

  • Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft
  • Ulrich Velte, Illustrator der Hörspiele
  • Johanna Steiner, Regisseurin der „Alster-Detektive“
  • Jörgpeter von Clarenau, Chefredakteur des NDR-Kinderhörfunkprogramms MIKADO
  • Ralf Butschkow, Illustrator des PIXI-Buches „Ich habe eine Freundin, die ist Abgeordnete“

 

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit machte die Juryarbeit viel Freude: „Das Echo war überwältigend. Viele Kinder gaben ihr Bild persönlich im Rathaus ab, und trotz der verschiedenen Stilformen und Motive war immer gleich klar, dass hier Fans am Werk waren. Wir konnten deutlich sehen, wie viel Mühe sich die Kinder gegeben haben, wie oft sie die Hörspiele gehört und wie genau sie hingehört haben.“

Ausgelobt wurden zahlreiche Hörspielpreise: 43 Hörspielpakete im Gesamtwert von über 2.000 Euro wurden vergeben. Die vielen Hörspiel-CDs wurden dankenswerterweise von den Hamburger Hörspiellabeln Hörbuch-Hamburg, Hörcompany, Hörformat, Zaubermond Audio, Oetinger audio und Europa, von der Lauscherlounge, dem Onlineanbieter Hördeutsch.de und der Mikado-Kinderredaktion des NDR zur Verfügung gestellt. Allen Sponsoren nochmals herzlichen Dank!

Außerdem erfuhren die Kinder, wer am Zeichenworkshop mit den erwähnten Illustratoren teilnehmen kann – zu dem Workshop im September mehr.

 

Nach Ansicht der Jury waren folgende Bilder herausragend:
 
 
 
Madita Timpe, 13 Jahre
 
Ulrich Velte:  „Der Betrachter merkt – und das ist wirklich schwierig – wie hier etwas passiert.“
 
Johanna Steiner: „Eigentlich fehlen nur noch Sprechblasen, dann hätten wir einen wunderschönen Comic. Es geht sogar schon fast in Richtung Trickfilm.“
 
 
 
 
Thore Benn, 10 Jahre
 
Jörgpeter von Clarenau:  „Oh ha! Da ist Kraft, Wucht, es ist dunkel und düster. Aber, und das finde ich bei aller szenischen Dynamik wichtig, es ist nicht obszön und der Horror hält sich so in angenehmen Grenzen.“
 
Ulrich Velte: „So sparsam es gezeichnet ist, so emotional kommt es doch trotzdem oder gerade deswegen rüber!“
 
 
 
Mareike Döhl, 10 Jahre
 
Johanna Steiner:  „Toll, wie fast nebenbei die Liebesszene ganz vorsichtig anklingt – wie im Hörspiel auch.“
 
Jörgpeter von Clarenau:  „Mich erinnert das Bild schon fast an ein Storyboard für eine baldige Verfilmung. Es ist so viel drin und dennoch keineswegs zu voll!“
 
 
 
Jan Christoph Mohrmann, 11 Jahre
 
Jörgpeter von Clarenau: „Mit gefällt der klare Aufbau – zu sehen zum Beispiel an den kleiner werdenden Häusern. Das Bild hat in der szenischen Umsetzung durch die Bewegung der Figuren in die Tiefe des Raumes Dynamik.“
 
Ralf Butschkow:  „Mit der Schrägstellung des Motorrads und den austretenden Abgasen ist das einfach virtuos!“
 
 
 
Larissa Silva, 10 Jahre
 
Jörgpeter von Clarenau: „Mir war gleich klar: Da tut sich was, man sieht es nicht nur, man hört es förmlich. Durch die Rausfahrt eines Autos aus dem Bild ist außerdem deutlich, dass es nur eine Momentaufnahme ist und die Handlung weitergeht.“
 
Ralf Butschkow: „Witzig ist, dass da so viel zwischen Figuren kommuniziert wird – es wird eine richtige Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt.“
 
 
 
Maximilian Lang, 11 Jahre
 
Ulrich Velte:  „Der perspektivische Aufbau mit dem Blick von oben, vielleicht aus dem zweiten oder dritten Stock des Gebäudes, ist klasse gewählt. Und alles läuft auf einen Fluchtpunkt zu. Da wollte ich beim Betrachten einfach wissen ‚Was passiert da?‘“
 
Johanna Steiner: „Die Körper strahlen richtig Bewegung aus. Die Stimmung spürt man gleich: Nichts wie weg, es gibt Ärger!“
 
 
 
Jenny Remer, 11 Jahre
 
Ralf Butschkow: „Mich hat die Idee überzeugt, wie der Betrachter durch den halb ins Bild hineinragende Arm in die Szene mit hineingenommen wird. Dabei ist die Bildsprache ganz eigen, richtig experimentell.“
 
Johanna Steiner: „Hier wird mal eine ganz andere Art, die Aufgabe umzusetzen, geboten. Der technische Vorgang des Fotografierens, der im Hörspiel als surrendes Geräusch fast untergeht, wird hier dargestellt.“ 
 
 
So war es beim letzten Wettbewerb 

Im April 2009 wurde parallel zum Start des Hörspiels ein Schreibwettbewerb ins Leben gerufen, der über zwei Runden ging. Über die Links gelangt Ihr zu den vielen tollen Geschichten, die unsere jungen Krimi-Autoren verfasst haben, und könnt der Jury über die Schulter schauen. Am 15. Januar 2010 stand dann ein besonderer Event an: Alle Teilnehmer des Schreibwettbewerbs wurden in das Hamburger Rathaus zum Detektivabend eingeladen und die Gewinner bekannt gegeben.

 

Hamburgische Bürgerschaft